Innovationen – gut aber auch gewollt?

Die Automobilbranche gehört zu den sich am schnellsten entwickelnden Branchen in Deutschland. Gerade in Forschung und Entwicklung sind die Fortschritte spürbar und offensichtlich. Technische Neuerungen für die Fahrzeuge lassen die Autos immer sicherer und komfortabler werden. Was heute noch als Sonderausstattung zu betrachten ist, kann in einem oder in zwei Jahren schon zur Serienausstattung gehören. Natürlich schreiten solche Entwicklungen immer schneller voran, sodass die Innovationen in immer kürzeren Abständen auftreten. Zudem bekommt die Forschung immer mehr Richtungen, in die sie sich entwickeln kann. Waren es früher hauptsächlich Leistung und Ausstattung, sind heute zusätzlich Dinge wie Umweltfreundlichkeit und Sparsamkeit beim Verbrauch gefragt. Dadurch ist ein förmlicher Forschungswettstreit zwischen den einzelnen Marken ausgebrochen. Bei all diesen tollen Erfindungen wie Spurerkennung und Parkassistenten stellt sich natürlich die Frage, ob die Kunden und Nutzer diese Extras überhaupt wollen und benötigen. Exemplarisch sei hier ein System erwähnt, welches im Falle einer Panne der nächsten Werkstatt automatisch meldet, welche Teile betroffen sind. Das Institut für Demoskopie hat diesbezüglich seit dem Jahr 2007 Menschen befragt, die im Alter von 14 bis 69 Jahren sind, ob diese Interesse an einem solchen System haben. Seit der ersten Befragung blieb das Interesse jedoch auf einem ähnlichen Niveau. Im Jahr 2012 sind es 22 Millionen Personen, die ihr Interesse bekundeten. Im Jahr 2007 waren es etwas weniger als 21 Millionen.
Der Kunde wägt bei solchen zusätzlichen Systemen ab, ob welchen nutzen er dadurch hat und wie hoch die Kosten für diese Extras sind. Was viele der Fahrzeughalter nicht beachten, sind die laufenden Kosten, die durch die Systeme entstehen. Natürlich sollen diese funktionieren. Darum müssen sie regelmäßig gewartet werden. Die Mechaniker in der Servicewerkstatt sind damit natürlich eine gewisse Zeit beschäftigt und das schlägt sich auf der Pkw-Rechnung nieder. Bei Parkassistenten kann es beispielsweise sein, dass Sensoren ausfallen. Dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines kleinen Unfalls beim Einparken natürlich extrem, wenn sich der Fahrer auf das elektronische Warnsignal verlässt. Ähnlich verhält es sich mit anderen Fahrassistenten. Neuerungen in der Technik können viele Dinge erleichtern und einfacher gestalten. Dennoch bringen sie immer Mehrkosten und die Gefahr des Versagens mit.
Die zusätzlich anfallenden Werkstattkosten lassen sich nur selten verhindern. Darum kann man an anderer Stelle sparen oder sich im Vorfeld einen Kostenvoranschlag von verschiedenen Werkstätten machen lassen und diese dann vergleichen. So kann man die beste Werkstatt für die individuellen Arbeiten aussuchen und die Wartung oder Reparaturen zum besten Preis machen lassen.

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