Inspektion Chemnitz

Chemnitz, das in den Jahren von 1953 – 1990 Karl Marx Stadt hieß, liegt im Westen des Freistaates Sachsen und ist die drittgrößte Stadt des Bundeslandes. Es besteht aus 39 Stadtteilen, in denen ca. 243.000 Menschen wohnen. Im Mai 2009 erhielt die Stadt die Auszeichnung „Stadt der Vielfalt“, einer Auszeichnung die seit 2007 von der Bundesregierung an Städte mit verliehen wird, die sich für Vielfalt, Toleranz und Demokratie einsetzen. Die ersten Erwähnungen der Stadt gehen auf das Jahr 1143 zurück, damals noch ein unbedeutender Ort erreichte Chemnitz schon 1883 den Status einer Großstadt, weil die Grenze von 100.000 Einwohnern überschritten wurde. Den Namen erhielt Chemnitz vom gleichnamigen Fluss, der durch die Stadt am Rande des Erzgebirges fließt. Bis 1990 hatte Chemnitz keine wirkliche Innenstadt, da diese im 2. Weltkrieg komplett zerstört wurde.

In einer beispiellosen Aktion war in den frühen 1990er Jahren Chemnitz mit der Partnerstadt Düsseldorf bemüht die Innenstadt zu restaurieren und mehrere namhafte Architekten machten sich an die Planungen zur Sanierung. Somit weist Chemnitz heute eine gelungen Mixtur aus alten, wiederaufgebauten Gebäuden und moderner Architektur auf. Flanier- und Einkaufsmeilen ziehen sich seitdem durch das Stadtbild von Chemnitz. Anspielend auf das Karl Marx Monument ihres früheren Namensgebers, warb man in Chemnitz bis 2007 mit dem Slogan „Stadt mit Köpfchen“. Heute hat man den Slogan in „Stadt der Moderne“ abgeändert. Dieses hängt mit dem von Chemnitz vollzogenen Strukturwandel und der damit verbundenen Ansiedelung verschiedenster Industriezweige zusammen. Chemnitz ist heute die am stärksten industrialisierte Region Mitteldeutschlands. Egal ob Werkstoff- oder Beschichtungstechnik, Mikrosystem oder Automatisierungstechnik, viele verschiedene Geschäftszweige haben ihren Standort in die schöne Stadt in Sachsen gelegt. Eine Vielzahl von Branchen ist, neben den Kernbranchen Autoindustrie, hier heutzutage ansässig. Historisch gesehen war Chemnitz schon immer ein bevorzugter Standort der damals noch jungen Automobilindustrie.

Als einer der ersten Firmen wurde 1932 die Auto Union AG in Chemnitz gegründet. Zur Zeiten der DDR war auch das WTZ – Wissenschaftliches und Technisches Zentrum in Chemnitz ansässig. Heute ist es vorwiegend die Automobil- und Zulieferindustrie, die für Rekordumsätze in der Region sorgt. Ob das Volkswagen Motorenwerk, die Continental AG oder die Union Werkzeugmaschinen GmbH. Sie alle haben sich zusammengeschlossen zur AMZ Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen. Alleine die 90 verschiedenen Unternehmungen der Automobil- und Zulieferindustrie erwirtschaften in Chemnitz einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. So laufen zum Beispiel täglich 3.400 Motoren und 3.000 Ausgleichswellen bei der Volkswagen Sachsen GmbH in Chemnitz vom Band.

Sicherlich ist einer dieser Motoren in einem von Chemnitz 118.000 Fahrzeugen eingebaut. Anders noch als in Zeiten der Auto Union, kann man heutzutage kaum noch etwas an den modernen Motoren selber reparieren oder warten. Der massive Einsatz von Elektronik führte im Lauf der Jahre dazu, dass man heute nicht mehr in der Lage ist kleinste Reparaturen am Fahrzeug selber vorzunehmen. Ca. 150 Kfz-Werkstätten in Chemnitz nehmen sich in diesem Fall ihres Fahrzeugs an und prüfen dies auf Verschleiß oder warten es in regelmäßigen Abständen. Jedoch sollte man bei seiner Auswahl der Werkstatt auch mal einen Vergleich zwischen den Werkstätten durchführen. Das hilft Kosten und Ärger zu sparen.