Inspektion VW Golf

Der Golf ist eines der beliebtesten Autos in Deutschland. Besonders die Hamburger sind vom Kompaktwagen überzeugt. Hier werden die meisten Golfs gekauft. Das Flaggschiff der VW AG ist seit 1974 maßgeblich am Unternehmenserfolg beteiligt. Im Jahr 2010 konnten allein in Deutschland über 250.000 neue Golf verkauft werden. Das ist der Spitzenwert für Deutschland. Der Golf ist so erfolgreich, da er für hohe Qualität zu einem angemessenen Preis steht. Hinzu kommt, dass er sich sowohl für die Großstadt als auch für die ländliche Gegend eignet. Das haben nicht nur die Deutschen bemerkt. Der Golf führte 2010 die Rangliste der meistgekauften Automobile in Europa an.

Auch wenn es bei diesem Modell weniger sind, so ist auch der Golf nicht vor typisch auftretenden Fehlern verschont. VW ist zwar stets bemüht, diese Fehler in der Konstruktion der neuen Baureihen zu berücksichtigen und zu verbessern. Dennoch gibt es immer wieder Probleme, die bei vielen Fahrzeugen auftreten. Der Golf VI hat beispielsweise Scheinwerfer, die häufig von innen beschlagen und Stoffsitze, die schon nach geringer Nutzungsdauer deutliche Spuren von Verschleiß aufweisen. Der Vorgänger, der Golf V, hat zum Teil sehr heikle Fehler. So öffnen sich bei manchen Fahrzeugen die Fenster von ganz allein. Bedenklich in diesem Zusammenhang ist, dass dies auch bei einem verschlossenen Fahrzeug passiert und somit jedermann Zugriff auf den Innenraum des Autos hat. Diese beiden Beispiele zeigen, dass auch ein sehr erfolgreiches Modell Fehler und Probleme hat. Grundsätzlich ist es logisch, dass mit zunehmender Anzahl von Extras und technischen Spielereien auch die Anfälligkeit für Fehler steigt. Kleinigkeiten sind in der Regel schnell und kostengünstig behoben. Ältere Bauserien des Golf haben jedoch auch gravierendere Mängel aufzuweisen.

So ist beim 4er Golf die Spannrolle des Zahnriemens sehr anfällig und teuer in der Reparatur. Auch die Scheibenwischer machen häufiger Probleme. Hier ist es das Wischergestänge, was getauscht werden muss. Auch quietschende Bremsen und ein hoher Ölverbrauch sind für diese Bauserie charakteristisch. Um vorbeugend gegen bekannte Mängel vorzugehen, sollte man sich zunächst im Vorfeld über diese informieren und bei der Inspektion und Wartung besonders auf sie achten. Eine Inspektion kostet bei einer VW-Werkstatt zwischen 250 Euro und 300 Euro. Das teuerste dabei ist häufig das Öl. Dieses kann aber auch selber gekauft und mit in die Werkstatt gebracht werden. Nur mit einem sauber geführten Wartungsheft bleiben sämtliche Garantieansprüche über die volle Laufzeit bestehen. Jedoch gilt diese Garantie nicht für Verschleißteile. Diese muss der Fahrzeughalter selbst bezahlen. Da das teilweise sehr teuer werden kann, macht es Sinn, die Rechnung der Werkstatt zu prüfen. Dabei besteht häufig die Chance, dass der Kunde bei fehlerhaft gestellter Rechnung einen Teil des Rechnungsbetrags nicht begleichen muss.