Inspektion VW Touran

Volkswagen bietet das Familienauto seit 2003 in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten an: Trendline, Conceptline und Highline. Drei Jahre später wurde das Modell optisch und im Leistungsbereich aufgewertet. Der Touran GP hatte einen stärkeren Motor und eine sportlicherer Karosserie. Zu verschiedenen Anlässen brachte VW noch Sondermodelle heraus. So beispielsweise den CrossTouran, der als Offroad-Variante angepriesen wurde. Ohne Allradantrieb konnte er diesen Erwartungen jedoch nur teilweise gerecht werden. Weitere Sonderausführungen waren der Touran Freestyle und der Touran Union. Diese unterschieden sich meist in der serienmäßigen Ausstattung, orientierten sich aber an der Trendline-Version. Seit 2010 gibt es den Touran GP. Ein erneut optisch aufgebessertes Design ließ das alte Modell in neuem Glanz erstrahlen. Dazu kam eine Änderung der Ausstattungsbezeichnung. Die niedrigste Ausstattungsstufe Conceptline entfiel. Dafür wurde eine neue, die Comfortline, ins Leben gerufen.

Im Jahr 2010 konnte der Touran einen sehr “tierischen” Preis gewinnen. Ausgezeichnet mit dem “Dogs-Award 2011″ darf sich der Familienvan als hundegerechtestes Auto bezeichnen. Für Volkswagen ist das jedoch kein Neuland, denn schon im Jahr zuvor konnte man in der Sektion “Auto” die Bestplatzierung erringen. Für das vom Magazin “Dogs” durchgeführte Testverfahren spielen diverse Faktoren eine Rolle. Unter anderem waren die Einstiegshöhe und der Verbrauch ausschlaggebend. Letzterer ist beim VW Touran sehr gut. Mit 4,6 l/100 Km gehört er zu den sparsamsten seiner Klasse. Allerdings wird der Verbrauch durch das zusätzliche Gewicht steigen, wenn alle der sieben Sitzmöglichkeiten im Van besetzt sind. Für Kleinfamilien bietet der Touran mehr als genug Platz. Für einer siebenköpfigen Familie ist der VW Touran schon sehr eng. Für Gepäck ist dann nur noch sehr wenig Platz.

Ein Verschleißproblem offenbart sich dem Touran-Besitzer, wenn er nach ca. 50.000 Km bis 80.000 Km das erste Mal die hinteren Bremsen erneuern muss. Diese nutzen sich im Vergleich zu den vorderen schneller ab. Das hat damit zu tun, dass VW die Bremsbalance beim Touran nach hinten verschoben hat. Somit stellt sich ein besseres Bremsgefühl und eine höhere Kontrolle beim Bremsen ein. Der Wagen bleibt bei starkem Bremsen so waagerechter und geht vorn nicht so sehr nach unten. Bei einem großen Auto wie dem VW Touran ist dies eine durchaus sinnvolle Einstellung, da beim Bremsvorgang viel Last von hinten schiebt und die vorderen Bremsen so entlastet werden. Ist es dann soweit und die Bremsbeläge müssen bei einer Inspektion erneuert werden, geschieht dies zu akzeptablen Preisen. An Materialkosten fallen für vorn und hinten ca. 80 Euro an. Dazu kommen noch die Arbeitsstunden, die von jeder Werkstatt mit unterschiedlichen Beträgen kalkuliert werden.