Inspektion Wiesbaden

Als Landeshauptstadt Hessens und mit 275.000 Einwohnern stellt Wiesbaden die zweitgrößte Stadt Hessens dar. Ihren Namen erhielt die Stadt Wiesbaden bereits im Jahr 121 von den damaligen in der Region ansässigen Römern. Schon im damaligen Namen kristallisierte sich heraus welchen Stellenwert die 15 Thermal- und Mineralquellen Wiesbadens für die Römer hatten. „Aquae Mattiacorum“ wurde die damals noch winzige Siedlung genannt. Die wohl treffendste Übersetzung hierfür lautet „Die Wasser der Mattiaker“. Alleine in der Wiesbadener Innenstadt existieren 14 heiße Quellen, deren Temperaturen sich auf zwischen 46 und 66 Grad Celsius belaufen. Aus ihnen fließen täglich über 2 Millionen Liter in die verschiedenen Heilstätten des Wiesbadeners Stadtgebietes. Die ergiebigste Quelle ist der sogenannte Kochbrunnen mit einer Temperatur von 66 Grad und 500.000 Litern Wasser täglich. Berühmte Besucher wie Johann Wolfgang von Goethe, Richard Wagner oder auch Johannes Brahms waren schon Gäste der Thermen. Aufgrund der Vielzahl von Quellen und dem für eine Großstadt ungewöhnlichen hohen Grundwasserpegels, herrschen in Wiesbaden erschwerte Baubedingungen.

Das hielt die Bevölkerung im 19. Jahrhundert jedoch nicht davon ab, fleißig ihre Häuser in der Stadt zu bauen. Diese stehen verteilt auf 26 Ortsbezirke und prägen Wiesbadens altertümliches Stadtbild. Dies macht sich auch heute noch bemerkbar, da Wiesbadens Innenstadt zum Großteil den Krieg gut überstanden hat. Wiesbaden bewarb sich im Jahr 2005 als Stadt bei der UNESCO um die Auszeichnung des Weltkulturerbes. Eine Entscheidung steht noch aus. In Wiesbadens Innenstadt findet man das sogenannte Historische Fünfeck. So wird der historische Stadtkern Wiesbadens bezeichnet. Innerhalb dieses Fünfecks findet man bedeutende Bauwerke der Stadt, so zum Beispiel das Stadtschloss oder das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt, der Heidemauer, eine alte römischen Stadtmauer. Im Norden des Fünfecks findet man das Bergkirchenviertel, welches in den 1960er Jahren abgerissen werden sollte, doch durch das im Jahr 1975 stattfindende „Europäische Denkmalschutzjahr“ gerettet wurde. Danach wurde es saniert und erfreut sich heute zunehmender Beliebtheit.

Einmal im Jahr findet auf dem Wiesbadener Schlossplatz die Rheingauer Weinwoche statt. Hier stellen Weinbauern aus der Weinanbauregion Rheingau, zu dessen Anbaugebieten auch Wiesbaden zählt, ihre leckeren Weine bei einer Verkostung zur Verfügung. Man bezeichnet Wiesbaden in dieser Woche auch als die größte Weintheke der Welt. Der wohl bekannteste Wein- und Sektproduzent aus Wiesbaden ist die Henkell & Söhnlein Sektkellerei KG, die ihren Sitz in Hessens ältester Stadt hat. Aber nicht nur die Weinindustrie hat sich in Wiesbaden niedergelassen. So wird Wiesbaden zum Beispiel auch als Filmstadt bezeichnet. Am Standort Unter den Eichen haben sich zum Beispiel die UFA und die AFIFA, sowie etliche Filmverbände und Filminstitutionen niedergelassen. Zu ihnen gehören die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK), die Filmbewertungsstelle (FBW) oder auch die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft.

Weithin über die Grenzen Wiesbadens bekannt, ist wohl auch das Wiesbadener Casino, einer der ältesten Spielbanken Deutschlands. Liest man heute den Roman „Der Spieler“ von Dostojewski, wird man schnell feststellen, dass er die Wiesbadener Spielbank als Romanvorlage für sein Werk nahm. Noch heute steht sein beschriebener Roulettekessel im Casino und kann dort bewundert werden. An mehr als 200 Spielautomaten kann der geneigte Besucher heute sein Glück versuchen. Wiesbaden, als bedeutende Landeshauptstadt, hat dementsprechend viel Verkehr aufzuweisen. Insbesondere viele Geschäftsleute sind in der Stadt mit einem vergleichsweise hohen Lebensstandard anzutreffen. Entsprechend dem Klientel sieht man vorwiegend luxuriöse Fahrzeuge, jedenfalls mehr als in Städten wie Chemnitz oder Rostock. Durch die Nähe zur Finanzstadt Frankfurt, haben sich auch in Wiesbaden einige Finanzunternehmen angesiedelt. Wiesbaden weißt zudem eine sehr gute Autobahnanbindung auf und verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz. Den Teilnehmern am Straßenverkehr in Wiesbaden bleibt es allerdings genauso wenig erspart wie allen anderen, Inspektionen für ihr Fahrzeug wahrzunehmen, wollen sie die Garantie des Herstellers nicht verfallen lassen.